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25.08.2008

Dicke Luft in Klassenzimmern

Die Erkenntnis, dass Schüler zum Lernen frische Luft brauchen, erscheint banal. Doch genau diese Weisheit - so alt wie die Schule selbst - konnten Forscher der Universität Bremen nun mit moderner Technik untermauern.

In einer Studie haben sie über 48 Schultage lang in 16 Schulklassen die Entwicklung der Kohlenstoffdioxid-Konzentration aufgezeichnet und dabei auch Lärmpegel, Herzfrequenz, Störungen der Schüler und Disziplinierungen durch die Lehrer erfasst.

Allein durch die Atemluft steigt der Kohlenstoffdioxidgehalt der Luft innerhalb einer Unterrichtsstunde auf über 1.500 ppm an, die durch die DIN 1496 gerade noch toleriert werden", erklärt Tiesler vom Bremer Institut für Interdisziplinäre Schulforschung. Aber nach Unterrichtseinheiten von 90 Minuten, haben wir auch schon Werte von 2.700 ppm feststellen müssen",mahnt Tiesler.

Mittels kontinuierlicher Vorher-Nachher-Messungen in zwei Grundschulen und einem Sek1-Zentrum in Bremen und Niedersachsen haben die Wissenschaftler höhere Ermüdungswerte und niedrigere Aufmerksamkeitsleistungen als Folge hoher Kohlenstoffdioxidkonzentrationen nachweisen
können.

Über die Messung der Herzfrequenz und Aufmerksamkeitstests wurden zudem die Belastung für die Schüler, sowie der erzielte Lerneffekt in den Unterrichtsstunden überprüft. Ohne Frischluftzufuhr seien rund 15 Minuten einer normalen Unterrichtsstunde "für die Katz", da sich die Schüler nicht mehr richtig konzentrieren könnten. „Unsere Annahmen waren ja nicht ganz neu, es hat sich nur bisher kaum jemand daran gehalten“, sagt Tiesler.

Quelle: Verband Baubiologie

 

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