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25.08.2008

Gummi darf nicht stinken

Das kennt Jede(r): Die neuen Gummistiefel werden erst mal auf den Balkon verbannt, weil sie stinken. Die Luftmatratze landet zum Lüften in der Garage. Nun schlägt das Umweltbundesamt (UBA) Alarm. Denn Produkte, die nach dem Auspacken stark vor sich hin dünsten, können giftig sein.

Andreas Troge (Präsident des UBA): „Die Waren können mit gefährlichen PAK belastet sein." Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe können Krebs in Lunge und Haut erzeugen, das Erbgut verändern und die Hormone durcheinander bringen. Sie sind im Tabakrauch enthalten. Sie entstehen auch beim Grillen. Und sie stecken in billigem Kunststoffen und Gummi, die mit Teerölen versetzt werden.

Das sind Abfälle aus der Kohle- und Erdölindustrie, die das Material biegsamer machen. Für das Öl, das Autoreifen weich machen soll, hat die EU bereits einen PAK-Grenzwert festgelegt - zehn Milligramm pro Kilogramm. Denn die Schadstoffe gelangen mit dem Abrieb auf die Straße, in den Boden und in das Grundwasser.

Für Reifen in Spielzeugautos gilt das nicht. Für Badelatschen oder Luftmatratzen, für Bodenbeläge oder Fahrradgriffe auch nicht. Die PAK lösen sich beim Kontakt mit der Haut. In Badelatschen aus einem Berliner Warenhaus z.B. fanden sie extrem hohe Schadstoffwerte - 550 Milligramm pro Kilogramm.

„Hören“ Sie beim Einkauf auf Ihre Nase!

Quelle: Verband Baubiologie

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