Chlorthalonil

Was ist Chlorthalonil?

Bei Chlorthalonil (chemischer Name: Tetrachlorisophthalonitril) handelt es sich um ein Fungizid, d. h. ein Mittel gegen Pilzbefall.

Es hat eine sehr breite, protektive Wirkung und wird auch im Bereich des Pflanzenschutzes eingesetzt, z. B. bei Erdnüssen, Sojabohnen, Tabak, Gemüse und Getreide. Es wird auch gegen Kraut- und Knollenfäule bei Kartoffeln eingesetzt.

Nach den uns vorliegenden Informationen ist es in der Bundesrepublik Deutschland eigentlich nicht im Handel, zumindest für die Anwendung im Pflanzenschutzbereich. Als Vorsichtsmaßnahmen werden in Deutschland die üblichen Maßnahmen für den Umgang mit Pflanzenschutzmitteln genannt, nämlich Berührung mit Haut und Augen vermeiden und nicht mit Lebens- und Futtermitteln lagern.

Es ist in Deutschland in keine Giftklasse eingestuft. Es gibt allerdings auch keine Höchstmenge für Lebensmittel. In Tierversuchen ergaben sich beim Verfüttern relativ hoher Dosen an Ratten und Hunde keine pathologischen Veränderungen. Beim Kaninchen wurde eine leichte Reizwirkung auf die Augen festgestellt. Das Mittel ist giftig für Fische.

Wo wird Chorthalonil angewendet und wie ist es zu bewerten?

Eine Anwendung organisch-chemischer Holzschutzmittel in bewohnten Innenräumen ist nicht notwendig und sollte nach einer Empfehlung des Bundesgesundheitsamtes auch möglichst vermieden werden. Ob durch Chlorthalonil Schädigungen hervorgerufen werden können, ist uns derzeit nicht bekannt. Es besteht aber die Möglichkeit, dass diese Substanz bei chronischer Einwirkung wie andere Chlorkohlenwasserstoffe auch gesundheitliche Schädigungen hervorrufen kann.

Chlorkohlenwasserstoffe sind teilweise nachgewiesen krebserzeugend, teilweise stehen sie im Verdacht, krebserzeugend zu sein. Deshalb halten wir es aus vorsorglichen Gründen für besser, wenn belastetes Material unter Berücksichtigung der Möglichkeiten und des dafür notwendigen Aufwandes so gesichert wird, dass dieses Mittel nicht austreten und damit von den Bewohnern aufgenommen werden kann.